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Live aus meinen Hirnwindungen präsentiere ich die wundersame Gedankenwelt des Henning B. Viel Spass, oder auch nicht! =)

Alter: 40
 



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Gedanken zum Jahresende 2017

3 Jahre sind vergangen, seit meinem letzten Eintrag hier, 3 Jahre die ein Leben kaum mehr umkrempeln, in Frage stellen und neu definieren hätten können. 2017, das Jahr des Neuanfangs, des Kampfes und der Selbstfindung. Im Sommer habe ich mein 40. Lebensjahr vollendet, begriffen habe ich das zur Gänze immer noch nicht. Tröstlich für mich der Gedanke, nein die Überzeugung, dass sich niemand so alt fühlt, wie er ist. Nur sind viele Menschen wenig bei sich, wenig mit sich und mehr im Außen. Auch eine Art sein Leben zu verpassen. Ich bin zu viel in mir und ohne Geleitschutz unterwegs in einem unendlichen Kosmos. Das ist nicht ungefährlich, ganz im Gegenteil. Die meisten Menschen scheuen die innere Auseinandersetzung, fürchten sie, wie der Teufel das Weihwasser. Vielleicht ist da ja gar nichts oder etwas, dass verdrängt werden muss. Ich glaube die innere Reise, ist das größte Abenteuer überhaupt. Aber es gilt die Balance zu finden, zwischen innerer Einkehr und dem Beschäftigen im Alltag (außen). Beides ist wichtig, bedingt sich gegenseitig. Ich habe dieses Jahr erkannt, dass wir alle im Wandel sind, der eine mehr, der andere weniger. Ich meine damit nicht nur, dass wir Vorlieben, Ansichten, Geschmäcker etc. ändern, sondern uns durch äußere oder innere Ereignisse regelrecht neu aufstellen können und manchmal auch müssen. Wir verlieren Mitmenschen, verlieren unsere Arbeit, werden 40 und fragen uns:“Wie kann das sein, wie ist das möglich, ich, 40, was, wie?“ Nun, das geht gewiss nicht jedem so, aber mir. Midlife crisis? Eines der größten Themen, die mich umtreiben, ist der Tod und die Einzigartigkeit des Lebens. Ich habe das Gefühl, dass alles was da ist, eine Berechtigung hat da zu sein. Gleichzeitig scheint die Welt um mich herum mehr und mehr das Wunder des Lebens zu verachten. Das macht mich so unendlich traurig. Keiner von uns weiß, was danach kommt und ob überhaupt. Schon alleine deshalb sollten wir mit Ehrfurcht durchs Leben gehen. Ich lerne mehr und mehr, wie sehr es im Leben auf die Kleinigkeiten ankommt, wie sehr leide ich, wenn ich mit falschen Worten mein Gegenüber verletzt habe, nicht nur weil ich weiß, was aus Worten für Monster werden können. Ein einziger Satz, kann zum negativen Glaubenssatz eines Menschen werden und ihn sein gesamtes Leben im falschen Licht sehen lassen. Manche Menschen können sich das nicht einmal vorstellen und würde man es ihnen erklären, nicht annehmen. Um so mehr macht mich traurig, wie die Verrohung voran schreitet. Und ich frage mich ernsthaft:“Was sind das für Menschen, was hab ich eigentlich mit denen gemein, sind das Monster in Menschengestalt, sind das eine andere Art von Menschen?“ Das spontane Schreiben dieses Textes ist für mich auch nicht leicht und hoch emotional. Die Themen, die ich streife haben eine Sogwirkung und jedes davon kann mich vereinnahmen. Ich werde aber gleich einfach etwas Profanes im Außen tun, Einkaufen gehen. Das hilft! 2017 ist ein Jahr, das ich ohne einen ganz besonderen Menschen nicht so überstanden hätte! Ich empfinde große Dankbarkeit und eine Schuld, dem nie gerecht werden zu können. Ich versichere dir, ich bin mir deines Opfers bewusst. Ich komme nochmal zum Leben zurück. Glücklich der, der so lebt, wie er es sich einst vorgestellt hat, der Erfüllung in seiner Arbeit, seinem Tun findet, für sich und sein Dasein einen Sinn definiert hat. Wer von uns lebt denn wirklich so? Und, ist das überhaupt möglich in diesem Gesellschaftsystem? Ist man wirklich was, wenn man was hat? Ist Leistung und Status, das Ich? Ich glaube nicht, wohl aber, dass viele das tun und “leben“. Ich habe einen total naiv-kindlichen Wunsch. Ich würde gerne eine Welt erschaffen, in der jeder akzeptiert ist, und zwar genauso wie er ist! Natürlich unter der Prämisse, dass niemand einen anderen Schaden zufügt dabei. Diese Welt ist ein Geschenk des Universums, wir müssen eigentlich gar nichts tun, nur da sein und da sein lassen! Lass die anderen, die anderen sein, sei du, du! Lass ihn glauben, lieben, essen und leben wie er will. Lerne, tausche aus, genieße, bereichere dich und andere, denke selbst, Frage dich, “wer bin ich?“ und vielleicht viel wichtiger noch:“WAS WILL ICH?“.Atme tief ein und aus, du lebst, du bist da, es ist wunderbar.
30.12.17 12:52


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Nachdenklicher Jahresrückblick

Der vorletzte Tag des Jahres klingt aus und ich spüre das Bedürfnis wieder einige Zeilen zu tippen. Ich bin in seltsamer, aber in letzter Zeit mir nicht unvertrauter Stimmung. Eben erhielt ich einen Anruf, ein Freund aus der Kindheit, ein Nachbarsjunge ist heute gestorben. Marcel wurde 35, im Januar hätte er Geburtstag gehabt. Mukoviszidose seit frühester Kindheit, er stand seit kurzem endlich auf der Transplantationsliste weit oben. Viel zu spät, für ihn ZU spät. Ich habe ihn bestimmt 20 Jahre nicht gesehen, hatte nichts mehr mit ihm zu tun und dennoch bewegt mich diese Nachricht. Ein ganzes Leben voller Kampf und Verzicht und dann ein qualvolles Ende. Das berührt, das relativiert.... eigene Sorgen und Ängste.

Wenn ein Jahr geht, geht auch immer ein Lebensabschnitt, unweigerlich. Ähnlich und doch anders, wie der eigene Geburtstag fühlt sich das an, ähnlich in dem Bewusstsein der eigenen Vergänglichkeit und der Chance für neue Chancen, einen Neuanfang im Kleinen oder Großen.

Ich meine keine Ich höre auf zu Rauchen Versprechungen, sondern echte Veränderungen, die im eigenen Kopf reifen und von denen man ganz genau weiß, dass man sie will und einleiten wird. Solche Pläne teilt man nicht mit, man setzt sie um oder verwirft sie. Wenn man scheitert, dann unbemerkt, allerdings nicht vorm eigenen Gewissen. Dieser Richter ist gnadenlos und nicht zu täuschen.

Ein Kalenderjahr ist wie ein Leben. Im Frühjahr die Kindheit, das junge Jahr, wo soll es hingehen, wie wird es sich entwickeln? Im Sommer die Blüte, das volle Leben. Der Herbst voller Melancholie, die den Schlussakkord einleitet. Und schließlich der beginnende Winter. Tage werden dunkler und kürzer, so wie es im Alter zu sein scheint. Die Weihnachtszeit, das Grande Finale, der große Knall, das Ende. Nur eben mit Wiedergeburt, mit Neuanfang. Fangen wir neu an alles beim Alten zu belassen!? Nächstes Jahr ist ja auch Neujahr.

Ich lernte in diesem Leben, in diesem Jahr, in diesem Lebensjahr viele Menschen kennen. Viele kamen und gingen, kaum einer blieb. Aber einige schon! Eine Freundschaft zerbrach und ich weiß nicht wirklich warum. Ich mag das nicht, noch immer nicht. Es ist ungeklärt, ich hasse Unklares. Auch wenn ich mehr und mehr lerne, lernen musste, dass lange nicht alles geklärt werden kann und schon selten zu meiner Zufriedenheit.

-

Weltmeisterschaft. Meine Zweite seit 1990. Ich habe alle EM und WM Spiele seitdem gesehen. Doch dieses Jahr wurde meine Freude getrübt, viel mehr fand sie gar nicht statt. Blenden wir mal die Zustände bei der FIFA und die in Brasilien aus, einfach mal so. Ich musste schlicht arbeiten, am Finaltag. Sicher, was ein Drama, vielen Menschen ging es so. Das Ende konnte ich auf Arbeit sehen, im Restaurant, mit Menschen die ich nicht mag und niemals mögen werde. Mit brüllenden Herrenmenschen, für die es kein Fussball, sondern ein Sieg der Rasse war. Wie ich euch verachte, ihr Nichtsversteher. Dieses Brüllen nahm mir die ganze Freude, diese Menschen beraubten mich des Augenblicks. Oder war ich es am Ende selbst, weil ich diese Arbeit angenommen und diese Schicht angetreten bin? Wohl eher...

Doch denk ich an Deutschland in Nacht, so bin ich um den Schlaf gebracht. (Frei nach H. Heine) Jeder weiß was in diesem Land los ist, na gut, einige Tausende offenbar nicht. Sie denken es nur. Wohin man schaut, Europa, Asien, Afrika etc... überall Kriege und Krisen.

"Es ist kalt, wir sind allein.
Diese Welt ist traurig, böse und gemein.
Es gibt täglich weniger Gründe
nicht auch so zu sein.

Steig ein."

(FRIEDRICH LIECHTENSTEIN - DAS BADESCHLOSS)

Wo geht sie hin unsere gemeinsame Reise und auf welche Weise?

In diesem Jahr habe ich mehr als je zuvor Freude an Kleinigkeiten gefunden, vielleicht auch etwas Demut gelernt? Erst vorgestern Nacht lief ich durch den jungfräulichen Schnee, es war wie (m)ein Märchenland, Totenstill, nur das Geräusch fallender Flocken die auf Schnee landen. Und das knirschen meiner Schritte. Alles strahlte weiß und friedlich, so hell und rein und unbefleckt. So fragil und temporär und deshalb so unendlich kostbar. Plötzlich ein Mann mit einem Hund, nachts um halb 4. Was will der hier, das ist mein Schneekönigreich.

Ob Filme, Musik, Essen, Gefühle, Gedanken, Augenblicke... what ever. Ich genieße sie mehr und bewußter. Nur immer allein... Ich weiß auch nicht, ob ich sie teilen kann, ob sie dadurch schöner würden oder vielleicht gar nicht entstehen könnten. Ich weiß es nicht. Ich bin aber dankbar, dass ich sie erleben darf, das ich genießen kann. Ich verstehe jetzt den selig lächelnden Opa, der Kinder beim Spielen zuschaut. Ich verstehe seine Freude, ich verspüre sie selbst.

Mehr man selbst sein, mehr zu dem stehen, was man ist, was man will und mag, was einen ausmacht. Keine Scham und Angst, einfach sein, was man ist. Daran ist nichts falsch, nichts könnte richtiger sein.

Einen Guten Rutsch für alle Leser.

Henning
30.12.14 21:31


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